Gut gedämmt – von innen

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Gut gedämmt – von innen

csm_71996.rgb_2fc80ffd69(djd). Die klassische Klinkerfassade soll aus optischen Gründen nicht angetastet werden. Der Denkmalschutz untersagt Veränderungen an der Außenhülle des historischen Gebäudes – oder der Eigentümer möchte einfach den ursprünglichen Charakter des Eigenheims erhalten: Verschiedenste Aspekte können einer energetischen Sanierung auf konventionelle Art im Wege stehen. Das bedeutet aber nicht, dass Eigentümer und Bewohner dauerhaft mit unnötig hohen Energiekosten und einem unbehaglichen Raumklima leben müssen. “Die Innendämmung ist in vielen Fällen die passende Alternative. Sie ermöglicht Energieeinsparungen und erhält zugleich das Gesicht der Immobilie”, erklärt Martin Schmidt vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

 

 

Heizkosten senken, Immobilienwert steigern

 
Neben ästhetischen Aspekten sind es häufig ganz praktische Gründe, die für eine Innendämmung sprechen – etwa dann, wenn beschränkte Platzverhältnisse auf dem Grundstück eine energetische Sanierung auf der Außenseite des Gebäudes verhindern. Nach einer Schätzung des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme (FV WDVS) kommen 20 bis 30 Prozent der Altbauten, die eigentlich energetisch saniert werden müssten, nicht für eine außenseitige Dämmung in Frage. Hier können Innendämm-Systeme dafür sorgen, die Heizkosten dauerhaft zu senken, die Wohnqualität durch ein angenehmeres Raumklima zu verbessern und zugleich den Wert der Immobilie zu steigern. Schließlich schützt die Innendämmung die Wände auch vor Feuchtigkeit und beugt somit der Bildung von Schimmel vor.

 
Fundierte Energieberatung nutzen

 
In einem Punkt unterscheiden sich die Außen- und Innendämmung nicht: Entscheidend für ihre Langlebigkeit und Wirksamkeit ist eine gründliche Planung durch den Experten. “Der erste Weg sollte daher stets zum Energieberater, der zweite Weg zu erfahrenen Fachbetrieben führen”, unterstreicht Ralf Pasker, der Geschäftsführer des Fachverbandes. Die Fachleute können den Immobilieneigentümer vor allem auch zu allen Fördermöglichkeiten beraten. Unter www.heizkosten-einsparen.de gibt es mehr Informationen und Ansprechpartner vor Ort.

 

Foto: djd/FV WDVS