Buchsbaum in Gefahr

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Buchsbaum in Gefahr

Buchsbaum in Gefahr(djd/pt). Der Buchsbaum zählt zu den beliebtesten Zierpflanzen in den heimischen Gärten. Umso größer ist das Erschrecken, wenn ganze Beete scheinbar über Nacht abgefressen wurden. Verantwortlich dafür sind immer häufiger die Raupen des Buchsbaumzünslers.Wie Hobbygärtner ihre Pflanzen schützen können, erläutert Tobias Bendig, verantwortlich für die Verbraucher- und Händlerberatung bei Bayer Garten.
Viele Bundesbürger dürften noch nie vom Buchsbaumzünsler gehört haben.

 

Was hat es mit diesem Schädling auf sich?
– Der Buchsbaumzünsler ist eine für heimische Pflanzen an sich harmlose Schmetterlingsart, die etwa um das Jahr 2007 aus Asien eingeschleppt wurde. Seitdem verbreitet sie sich bei uns in hohem Tempo. Die eigentlichen Fraßschäden richten die Raupen an, erkennbar an einem grünen Leib mit hell-dunklen Rückenstreifen und einem schwarzen Kopf. Sie schlüpfen aus Eiern, die von den Faltern auf den Blattunterseiten des Buchsbaumes abgelegt werden.

 
Wie können Hobbygärtner einen Befall erkennen?
– Wichtig ist in jedem Fall eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen, insbesondere an den Blattunterseiten. Das Tückische ist: Wenn Fraßschäden direkt sichtbar sind, ist die Pflanze oft bereits nicht mehr zu retten. Das liegt daran, dass sich die Raupen vom Inneren des Buchsbaumes allmählich nach außen fressen. Der Gärtner bemerkt erst, dass die oberen Blätter verletzt sind – und stellt dann fest, dass die Pflanze von innen schon buchstäblich kahl gefressen ist.

 
Welche Möglichkeiten gibt es, Pflanzen zu schützen?
– Bereits beim Einkauf von Buchsbaum-Jungpflanzen sollte man die Blätter gründlich auf einen möglichen Befall hin untersuchen. Sind im Garten Raupen sichtbar, kann man sie per Hand einsammeln. Wichtig ist dabei, das Innere der Pflanzen gut zu kontrollieren. Natürliche Fressfeinde haben die Raupen bei uns nicht. Daher empfiehlt sich als dauerhafter Schutz die Verwendung eines Spritzmittels, um die Pflanzen schädlingsfrei zu machen. Auch hier ist gründliches Arbeiten Pflicht, bis ins Innere des Strauchs, wo sich die Gespinste der Raupen verbergen können.

 

djd-Text: 52350et
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Foto: djd/bayergarten.de