Beim Wärmeschutz zählt der gesamte ökologische Fußabdruck

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Beim Wärmeschutz zählt der gesamte ökologische Fußabdruck

csm_115742.rgb_2e1eec83e7 Wenn es um die Dämmung der eigenen vier Wände geht, sind viele Bauherren und Sanierer verunsichert. Berichte über Fassadenbrände oder Entsorgungsprobleme, aber auch die Angst vor Schadstoffbelastungen treiben sie um. Presseartikel stellen oft einzelne Aspekte in den Vordergrund und verunsichern so zusätzlich.

 

Wie finden Bauherren also einen Dämmstoff für das Dach, der den Anforderungen rundum gerecht wird? Die wichtigste Aufgabe – einen guten Wärmeschutz – erfüllen sowohl konventionelle, erdölbasierte Produkte als auch innovative Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen. Bei der nächsten Disziplin, dem sommerlichen Wärmeschutz, sieht es bereits anders aus.

 

Massereiche Dämmungen bieten überlegenen Hitzeschutz im Sommer

 

Schwere Dämmmatten oder -platten, beispielsweise aus Holzfasern oder Zellulose, haben beim sommerlichen Wärmeschutz Vorteile. Durch ihre hohe Masse kommt Sommerhitze spürbar später im Innenraum an, meist erst am Abend, wenn das Haus sich bereits wieder abkühlen kann.
Bei der ökologischen Qualität sollte der gesamte ökologische Fußabdruck des Materials beachtet werden, doch dazu braucht man Informationen, die nicht auf der Packung stehen. Eine gute Orientierung bietet etwa das natureplus Qualitätszeichen. Die unabhängigen Experten des internationalen Vereins bewerten alle Umweltauswirkungen eines Dämmstoffs umfassend und genau. Dazu gehört zum Beispiel die Menge der Herstellungsenergie, der Anteil von erneuerbaren nachwachsenden Rohstoffen oder von Recyclingmaterial. Entsprechend zertifizierte Bauprodukte finden sich in einer frei zugänglichen Datenbank unter www.natureplus-database.org. Hier finden Bauherren und Sanierer auch wichtige technische Herstellerangaben.

 

Schimmelbelastungen nur bei Wasserschäden

 

Wenn es um die Belastung durch Schadstoffe und Emissionen geht, sieht natureplus ebenfalls genauer hin. Komplett unbelastete Produkte gibt es nämlich nicht, es kommt darauf an, dass Umwelt und Gesundheit nicht Schaden nehmen. Geringe mikrobielle Belastungen bei Naturprodukten, unlängst in der Presse kritisiert, können erst dann ein Problem werden, wenn durch einen Schadensfall Wasser in die Konstruktion eindringt. In einem solchen Fall wächst aber auf allen Dämmstoffen Schimmel – kein Grund also, auf umweltfreundliche Materialien zu verzichten. Ähnlich beim lebenswichtigen Brandschutz. Hier ist darauf zu achten, dass potenziell belastende Mittel nur dort eingesetzt werden, wo das brandschutztechnisch unbedingt erforderlich ist, und nur in solch geringen Mengen, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung ausgeschlossen werden kann. Auch mögliche Ausdünstungen ungesunder Stoffe sollten streng kontrolliert sein.

 

 

Foto: djd/natureplus e.V./THERMO NATUR